Denkende Maschinen für die neue ArtLab-Ausstellung

Mehr entdecken
ArtLab
CDH
Ausstellung Kunst Wissenschaft
Computergedanke

Die neue, mutige Ausstellung des EPFL ArtLab «Thinking Machines. Ramon Llull and the ars combinatoria» verbindet intelligente, wissenschaftliche und künstlerische Untersuchungsmethoden.

Die Zeitreise der neuen ArtLab-Ausstellung beginnt im Mittelalter und bei den Werken des aussergewöhnlichen Philosophen und Theologen Ramón Llull (ca. 1232–1316), um den Einfluss seines Denkens in Bereichen wie Informatik sowie moderne und zeitgenössische Kunst aufzuzeigen. Die Auswirkungen seiner Überlegungen zu den Themen Kultur und Technologie finden sich auch in der aktuellen, auf dem «Computational Thinking» basierenden pädagogischen Revolution wieder.

Rund 70 Kunstwerke mit mittelalterlichen Handschriften, Multimediainstallationen, Gemälden und Skulpturen bieten eine Einführung in ein Universum zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen menschlicher Reflexion und mechanischer Erzeugung sowie zwischen konzeptueller und imaginärer Erkundung der Zahlen und der Mathematik. Rund 60 Künstler und Denker wie Salvador Dali, Daniel Libeskind, John Cage und Raymond Queneau sind vertreten.

Neuer Blick auf die Technologie

Die vom Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Centro de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB) und der EPFL organisierte Ausstellung bietet einen neuen Blick auf die zeitgenössischen Technologien und ihre Entwicklung über die Zeit unter dem Einfluss von Kunst und Wissenschaft. Sie lädt ein, über den Einfluss der lullschen «Kombinationen» über die in den Spitzentechnologien verwendeten generativen und algorithmischen Grundsätze nachzudenken. Thinking Machines wirft auch ethische Fragen zur Anhäufung und Übertragung von Informationen über Systeme der künstlichen Intelligenz auf.

Die von den drei international renommierten Künstlern und Denkern Prof. Amador Vega (Universität Pompeu Fabra, Barcelona), Prof. Peter Weibel (ZKM Karlsruhe) und Prof. Siegfried Zielinski (Universität der Künste Berlin) konzipierte Ausstellung wird in Lausanne unter der Aufsicht von ArtLab-Direktorin Prof. Sarah Kenderdine organisiert.

Scrollen
Campus | 22 artikel