Erste Versammlung des Center for Digital Trust der EPFL

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Am Freitag, 2. November 2018 fand im Hotel Starling die Gründungsversammlung des Center for Digital Trust (C4DT) der EPFL statt. Martin Vetterli, Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), Edouard Bugnion, Vizepräsident für Informationssysteme, Andreas Mortensen, Vizepräsident für Forschung, und James Larus, Dekan der Fakultät für Computer- und Kommunikationswissenschaften, waren anwesend.

Mehr als 50 Gäste waren ebenfalls eingeladen, darunter CEOs und Verantwortliche von Partnerinstitutionen und ‑unternehmen sowie EPFL-Professoren aus den zehn thematischen Bereichen des Zentrums.

EPFL-Präsident Martin Vetterli eröffnete die Versammlung und betonte, dass Daten das Erdöl des digitalen Zeitalters sind. Anschliessend sprach er über die wichtige Rolle des Center for Digital Trust (C4DT) und der Schweiz bei der Festlegung von Normen und der Schaffung einer Dienstleistungsplattform zur Stärkung des digitalen Vertrauens durch Fachwissen und Technologie – eines der wichtigsten Ziele des Zentrums.

Grosses Verbesserungspotenzial beim digitalen Schutz und der digitalen Sicherheit

Das CHUV, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Fondation Lombard Odier, Byzen, Cisco, ELCA, die Gruppe Nagra Kudelski, SICPA, Die Schweizerische Post, Swiss Re, Swisscom und Swissquote haben ihre Unterstützung für das Zentrum bestätigt. Alle diese Partner, die die Forschungen des Zentrums auf ihre Bedürfnisse und ihre ordnungspolitischen Anforderungen anwenden wollen, berichteten darüber, wie sich die Digitalisierung auf bestimmte Aspekte ihres Auftrags oder ihrer Aktivitäten auswirkt. Des Weiteren sprachen sie die Herausforderungen bezüglich Schutz der Privatsphäre und Sicherheit an. Wie können Daten in einem hochgradig vernetzten Umfeld geschützt werden? Wie lässt sich das Vertrauen in die Technologie oder, wie einige Partner es ausdrücken, in das Unsichtbare gewährleisten?

«Das Verbesserungspotenzial im Bereich des digitalen Schutzes und der digitalen Sicherheit ist im Vergleich zu den heute eingesetzten technologischen Lösungen gross.»

«Vertrauen ist grundlegend», betont Jean-Pierre Hubaux, akademischer Leiter des Zentrums. «Das Verbesserungspotenzial im Bereich des digitalen Schutzes und der digitalen Sicherheit ist im Vergleich zu den heute eingesetzten technologischen Lösungen gross. Wir stützen uns auf das anerkannte Fachwissen der EPFL und arbeiten an der Anwendung neuer Systeme und Methoden zur Bewältigung der Herausforderungen, mit denen Sie konfrontiert sind», erklärt Prof. Hubaux.

Dienstleistungs-Hub in vier Bereichen

Das C4DT-Team enthüllte die neusten Entwicklungen am Zentrum: verstärktes Team, neue visuelle Identität und neue strategische Struktur. «Angesichts der Diskussionen und der von den akademischen und industriellen Partnern geäusserten Bedürfnisse wurde eine neue Struktur mit vier Dienstleistungsbereichen eingerichtet», sagt Olivier Crochat, Exekutivdirektor des Zentrums. «Sie wird als Drehscheibe dienen, um Forschung, Industrie und Regierung zusammenzubringen.

  • The Factory wird dem Technologietransfer über eine als «Proof-of-Concept» dienende Software-Plattform fördern.
  • The Academy wird über Kurse und Schulungen Wissen für ein besseres Verständnis des digitalen Vertrauens austauschen.
  • The Embassy wird über Workshops, Seminare, Vorträge und Veranstaltungen eine Gemeinschaft bilden, und
  • The Agency wird helfen, Projekte von Laboren und Partnern aus der Industrie kennenzulernen und auf die Beine zu stellen.

Transversaler Ansatz

Anhand von konkreten Beispielen und Projekten betonten die EPFL-Professoren das Verbesserungspotenzial im Bereich digitaler Schutz und digitale Sicherheit. Zehn Mitglieder des Lehrkörpers präsentierten Technologien und Anwendungsbereiche und zeigten so, wie digitales Vertrauen auf so unterschiedlichen Gebieten wie Blockchain, automatisches Lernen, Gesundheit, Demokratie und humanitäre Arbeit, Finanzen und Softwareüberprüfung aussieht.

An der Forschungsarbeit des Zentrums sind mehr als 30 Labore hauptsächlich aus der Fakultät für Computer- und Kommunikationswissenschaften, der Fakultät für Grundlagenwissenschaften, der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Technologie, der Fakultät für Life Sciences und des College für Technologiemanagement beteiligt.

Das im Dezember 2017 von der EPFL bekannt gegebene C4DT ist eine Partnerschaft zwischen Forschung, Industrie, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft. Ziel ist die Entwicklung digitaler Systeme für eine einfachere Interaktion zwischen politischen und gesellschaftlichen Institutionen sowie Schutz und Sicherheit in unterschiedlichen Bereichen dank Instrumenten für den Schutz der Privatsphäre, Kryptographie, Machine Learning und Blockchain.

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