Neue Initiative für Innovationsförderung in den Medien

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Akademische, öffentliche und private Partner spannen zusammen, um die Innovation in den Medien zu unterstützen und zu entwickeln.

Die EPFL, die SRG, Ringier und das Netzwerk der Universitäten Genf, Lausanne und Neuenburg «Triangle Azur» spannen zusammen und gründen das aus öffentlichen und privaten Partnern bestehende Konsortium «Initiative für Innovation in den Medien» (IMI). Das Bündnis soll die Innovation im Bereich der Medien und Informationstechnologien fördern.

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wird ebenfalls Projekte im Rahmen dieser Initiative unterstützen. Die IMI steht allen privaten und öffentlichen, in- und ausländischen Akteuren offen, die beitreten möchten und im entsprechenden Bereich tätig sind.

Die Schweiz verfügt über einen sehr dichten Markt an schriftlichen, audiovisuellen und digitalen Medien sowie über ein qualitativ sehr hochwertiges Hochschulnetz. Die Gründungsmitglieder der IMI wollen eine Schnittstelle zwischen diesen beiden Bereichen schaffen, um die Innovation in den Medien zu unterstützen und zu entwickeln. Mit der Gründung eines jährlich mit 650’000 Franken dotierten Fonds zur Innovationsförderung haben sich die Partner auch finanziell engagiert. Damit werden Forschungsprojekte finanziert, insbesondere durch die Nutzung der Kompetenzen von Forscherinnen und Forschern sowie Studierenden der Partneruniversitäten. Im Herbst 2018 wurden die ersten Projektwettbewerbe ausgeschrieben.

Fächerübergreifende Arbeit

Zu den behandelten Themen gehören Fake News, Datenjournalismus, Auffindbarkeit und Personalisierung von Inhalten, künstliche Intelligenz, vernetzte Gegenstände, immersive Erfahrungen, aber auch neue Geschäftsmodelle, Monetisierung sowie kulturelle und soziale Aspekte der Medien. Die Partner möchten auf diese Weise eine Brücke zwischen Kreativität und Technologie, zwischen der Welt der Medien und der akademischen Forschung schlagen, weil sie überzeugt sind, dass die fächerübergreifende Arbeit einen der Schlüssel zur Innovation bildet.

«Die Partner möchten eine Brücke zwischen Kreativität und Technologie, zwischen der Welt der Medien und der akademischen Forschung schlagen, weil sie überzeugt sind, dass die fächerübergreifende Arbeit einen der Schlüssel zur Innovation bildet.»

Diese Initiative wird Projekte unter der Führung der verschiedenen Partner umsetzen. Seit März wird das als operativer Teil der Initiative fungierende Medienzentrum von Mounir Krichane geleitet. Das Zentrum befindet sich im EPFL Innovation Park. Mounir Krichane ist diplomierter Ingenieur der EPFL, hat mehrere Jahre im Mediensektor gearbeitet und ist Mitglied verschiedener Innovationsgemeinschaften in der Schweiz und in Europa.

Informationen zum Leiter der Initiative

Mounir Krichane wurde 1979 geboren, besitzt einen Master of Science der Eidgenössischen technischen Hochschule Lausanne (EPFL) 2005 und forschte als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen der Nationalen Forschungsschwerpunkte des Schweizerischen Nationalfonds für wissenschaftliche Forschung. In dieser Eigenschaft war er auch am Programm NCCR MICS (Mobile Information and Communication Systems) beteiligt und erhielt dort 2008 eine Anschubfinanzierung für die Gründung eines Start-ups.

Nach seinen Erfahrungen als Unternehmer wechselte Mounir Krichane 2009 zum Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Er begleitete die Zusammenlegung der Websites rsr.ch und tsr.ch sowie die Entwicklung des Gemeinschaftsangebots maRTS. 2014 wurde er zum Projektleiter des digitalen Labors von RTS ernannt und führte verschiedene innovative Projekte durch, die Technologie und Inhalte miteinander verbinden. Als erfahrener Projektverantwortlicher hat er Kontakte zu internen und externen Partnern, Agenturen, Start-ups und Laboren, die er vernetzt, um seine Ideen voranzutreiben.

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