EPFL-Spin-Off Nexthink beschafft 85 Millionen Dollar Kapital

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Nexthink, ein auf dem Gebiet der automatischen Analyse des Informatikparks von Unternehmen führendes EPFL-Spin-off, gab die Beschaffung von 85 Millionen Dollar Kapital bekannt. Ziel ist insbesondere die Beschleunigung des internationalen Wachstums des Unternehmens und sein Vorstoss auf neue Schlüsselmärkte wie die USA.

Die 2004 auf dem EPFL-Campus gegründete Firma Nexthink gab die Beschaffung von 85 Millionen Dollar Kapital bekannt. Das Geld wird zur Beschleunigung der Anstrengungen für den Verkauf ihres Systems zur automatischen Lösung von Informatikproblemen, die Verbesserung ihrer Plattform und das internationale Wachstum des Unternehmens sowie seine Expansion auf Schlüsselmärkten wie den USA verwendet.

«Mit dieser neuen Kapitalbeschaffung hat das Spin-off Investitionen von über 150 Millionen erhalten.»

Die Finanzierungsrunde wurde von Index Ventures gleitet und umfasst eine Beteiligung von Highland Europe, Forestay Capital, VI Partners, Auriga Partners und Galéo Capital sowie TOP Funds und Olivier Pomel, Mitbegründer und CEO von Datadog. Mit dieser neuen Kapitalbeschaffung hat das Spin-off Investitionen von über 150 Millionen erhalten. Die letzte Finanzierungsrunde 2016 belief sich auf 40 Millionen.

Darstellung und Verwaltung des Informatikparks in Echtzeit dank künstlicher Intelligenz

Mit dem von Nexthink entwickelten System können die IT-Abteilungen grosser Unternehmen in Echtzeit die gesamte Aktivität ihres Informatikparks sehen. In wenigen Augenblicken überwacht es das Verhalten mehrerer 1000 Workstations und die Interaktion der Endbenutzer mit den Informatiksystemen. Dadurch können Zwischenfälle bei der Benutzung und Sicherheitslücken dargestellt werden. Dank des automatischen Lernens zeichnet das System aber vor allem Lösungen für bereits früher aufgetretene Probleme auf und reproduziert diese. Diese optimierte Infrastrukturverwaltung spart Zeit und Geld. Mit über 7 Millionen ausgerüsteten Computerarbeitsplätzen in 900 Unternehmen ist das Spin-off führend auf seinem Gebiet und zählt unter seinen Kunden zahlreiche multinationale Unternehmen wie Adobe, Commerzbank und Western Union.

Dank der innovativen Technologie können die IT-Abteilungen proaktiv handeln, weil sie eine Darstellung der Computerarbeitsplätze in Echtzeit erhalten, Rückmeldungen der Angestellten sammeln und automatische Reparaturen durchführen können. Aufgrund der Kundenrückmeldungen schätzt Nexthink, dass das System fast 30% der Computerzwischenfälle beseitigt, was zu bedeutenden Einsparungen im Support und weniger Frust bei den Angestellten führt.

Computeranlagen und ‑technologien tragen mittlerweile zu einem grossen Teil dazu bei, dass die Angestellten unter besten Bedingungen arbeiten und effizient sein können. «Den Unternehmen fällt es heute schwer, die Qualität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig ihre Kosten zu senken. Unserer Meinung nach besteht die Lösung darin, eine globale und automatische Gesamtperspektive der Informatik hinzuzufügen, und unsere Plattform ist am leistungsfähigsten, um dieses Ziel zu erreichen», betont Pedro Bados. Der Mitbegründer und CEO von Nexthink hob sein Unternehmen mit 25 Jahren kurz nach Abschluss seines Studiums aus der Taufe.

Wenn man den Zahlen der International Data Corporation (IDC) glaubt, die das Unternehmen in seiner Pressemitteilung zitierte, befindet sich Nexthink im Aufwind, weil die Industrie bis 2022 fast 2 Billionen pro Jahr ausgeben dürfte, um ihren digitalen Wandel zu vollziehen.

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