«Unsere Arbeitsweise wird sich enorm auf unseren Erfolg auswirken»

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EPFL Innovation Park
start-up

Die Schweizer Firma Schindler mit Hauptsitz in Luzern hat sich für den Innovation Park der EPFL entschieden, um das Schindler Lab zu eröffnen. Das erste, direkt mit einer Universität verbundene Labor des Unternehmens wurde im Dezember eingeweiht. Laborleiter Martin Kusserow erklärt, was dort gemacht werden soll.

 

Martin, erzählen Sie uns von der Idee des Schindler Lab.

Die Abteilung New Technologies von Schindler evaluiert die neusten Technologien und ihre Anwendbarkeit in der Industrie für Aufzüge und mechanische Treppen. Mit unserem besonderen Team wollen wir wirklich neue Entwicklungen erarbeiten. Dabei geht es natürlich immer darum, dass wir bei Schindler die Menschen von A nach B bringen. Wir verfügen jetzt über die notwendige Dynamik, um unseren Forschungshorizont zu erweitern. Wir werden neue Technologien, neue Projekte und neue Möglichkeiten für die Umsetzung von Innovationen prüfen. Innovative Produkte stammen oft von ausserhalb des Unternehmens: Start-ups und Studierende sowie natürlich die Lehrkräfte und Forscherinnen und Forscher der EPFL erschaffen neue Dinge. Deshalb haben wir uns für den Ort entschieden, an dem alle diese Personen vertreten sind, d.h. für den Innovation Park der EPFL mit all seinen Dienstleistungen und Unterstützungsdiensten.

«Wir werden neue Technologien, neue Projekte und neue Möglichkeiten für die Umsetzung von Innovationen prüfen.»

Wie arbeitet Ihr Team im Schindler Lab?

Wir werden die Studierenden über Praktika und Master-Arbeiten integrieren. Unsere Praktikanten organisieren ihr Team selbstständig und sind auf moderne Weise mit unserem Hauptsitz in Luzern verbunden. Sie haben den Bildschirm im Büro gesehen: Er bietet eine ständige Verbindung, wie wenn wir im gleichen Raum wie unsere Kolleginnen und Kollegen wären. So ändert sich dank der Digitalisierung nicht nur der Inhalt, sondern auch die Art und Weise, wie wir miteinander interagieren können. Es ist viel natürlicher, wenn Sie die andere Person sehen und schnell mit ihr sprechen können. Ich bin überzeugt, dass sich unsere Arbeitsweise enorm auf den Erfolg unseres Labors auswirken wird.

Welche Arten von Projekten werden Sie anpacken?

Zusammen mit den Studierenden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Labors wird die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt stehen. Wie werden wir uns in Zukunft von einem Ort zum anderen begeben: vertikal und horizontal? Dabei werden zahlreiche Themen wie intelligente Städte einschliesslich der von uns an der EPFL verfolgten Arbeit am Smart Campus angesprochen. Wir wollen gemeinsam mit den Studierenden und Forscherinnen und Forschern der EPFL in diese Richtung arbeiten und diese Dinge auf dem Campus der Hochschule wirklich erkunden. Und dort wollen wir auch einen Beitrag zusammen mit der EPFL leisten. Wir sind beispielsweise im Gespräch mit der Abteilung für einen nachhaltigen Campus. 

Die Digitalisierung einschliesslich des Machine Learning wird ein Schlüsselthema darstellen. Die Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen wie Mathematik und Informatik erhalten eine niederschwellige Möglichkeit für einen Einstieg in unser spannendes Fachgebiet der Mobilität, weil sie praktisch keine Vorkenntnisse im Bereich Aufzüge und mechanische Treppen brauchen. Für uns wiederum ist die Arbeit mit Studierenden aus verschiedenen Richtungen und die Inspiration, die sie mitbringen, sehr wertvoll. 

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