Bildung im Zentrum des Digitaltags

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Für ihre Teilnahme an der zweiten Ausgabe des Digitaltags stellte die EPFL die digitale Bildung in den Mittelpunkt der Diskussionen.

Am 25. Oktober fand die zweite Ausgabe des Digitaltags, einer Initiative von digitalswitzerland, mit über 80 Veranstaltungen in 15 Schweizer Städten statt. Dabei versammelten sich unterschiedliche Akteure aus der akademischen Welt sowie aus den Medien und der Industrie, um die Bevölkerung für die Herausforderungen der Digitalisierung zu sensibilisieren.

Die EPFL zeichnete als Partnerinstitution für mehrere Workshops, Animationen und eine offizielle Zeremonie verantwortlich, an der auch EPFL-Präsident Martin Vetterli
und alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann teilnahmen.

«Der Digitaltag bot Gelegenheit, die digitale Bildung in den Mittelpunkt der Diskussionen zu stellen, insbesondere mit der Lancierung der nationalen Computational Thinking Initiative, , an der die EPFL beteiligt ist.»

Ausserdem gab es zwei runde Tische zum Thema Digitalisierung in der Lehre unter politischen und pädagogischen Gesichtspunkten. Diese Diskussionen, an denen die Waadtländer Staatsrätin Cesla Amarelle, der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay und der Tessiner Staatsrat Manuele Bertoli teilnahmen, wurden vom Chefredakteur der Zeitung Le Temps, Stéphane Benoit-Godet, geleitet.

Der Digitaltag bot Gelegenheit, die digitale Bildung in den Mittelpunkt der Diskussionen zu stellen, insbesondere mit der Lancierung der nationalen Computational Thinking Initiative, , an der die EPFL beteiligt ist. Diese soll den Kindern ab der Primarschule das notwendige Wissen vermitteln, um die digitale Revolution erfolgreich meistern zu können. Auf dem Programm steht beispielsweise eine Schulung für die Nutzung des Bildungsroboters Thymio, der von Prof. Francesco Mondada an der EPFL konzipiert wurde.

Mit dem Roboter können das Programmieren und die Grundlagen der Robotik auf spielerische Weise vermittelt werden. Im vergangenen Jahr hat die EPFL in Zusammenarbeit mit dem Institut national français de recherche en informatique et en automatique (INRIA) einen Online-Kurs für die Nutzung von Thymio entworfen und ein Buch mit Aktivitäten verfasst. Die Hochschule koordinierte ausserdem die Erstellung eines Buchs mit mehr als 40 Klassenaktivitäten in drei Landessprachen. Des Weiteren wird zurzeit gemeinsam mit der ETH Zürich und der pädagogischen Hochschule des Tessins ein Prototyp einer professionellen Austauschplattform für die Lehrkräfte erstellt, die den Thymio nutzen. 2019 wird die EPFL mehr als 300 Waadtländer Lehrerinnen und Lehrer für die Nutzung des Roboters ausbilden, um das neue Schulfach «Computerwissenschaft» im Cycle 1 (4-7 Jahre) einzuführen.

Der kleine pädagogische Roboter war einer der Stars am Digitaltag. Aus diesem Anlass besuchte alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann eine Bieler Schulklasse, die den Roboter verwendet.

Im Kanton Wallis gab Staatsrat Christophe Darbellay von einer Schule aus den Startschuss zu den Thymio-Vorführungstagen, für die sich rund 50 Primar- und Sekundarschulen angemeldet hatten. Insgesamt lernten fast 4000 Walliser Schülerinnen und Schüler den kleinen Roboter kennen.

Hunderte von ihnen besuchten ausserdem im Rahmen des Digitaltags die von der EPFL erstellten Einführungsprogramme in Sachen Robotik, Informatik und Programmierung. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden insbesondere aufgefordert, eine Smartphone-App zu erstellen.

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