Einweihung des LEARN-Zentrums für Bildungswissenschaften

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Das am 10. Oktober eingeweihte LEARN-Zentrum bezweckt die Förderung pädagogischer Innovationen und die Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel unserer Gesellschaft.

In Sachen Bildung hat die EPFL ein einzigartiges System von Dienstleistungen, Forschungslaboren und Unternehmertum entwickelt. Im Oktober 2018 weihte sie das LEARN-Zentrum ein, das alle Akteure aus den Bereichen pädagogische Forschung und Entwicklung neuer Bildungsinstrumente zusammenführt. «Mit den spektakulären Fortschritten der digitalen Technologien muss sich auch der Inhalt und die Form unseres Unterrichts ändern», betont Pierre Vandergheynst, Vizepräsident für Lehre. Die Hauptaufgabe des LEARN-Zentrums besteht darin, translationale Forschung auf dem Gebiet der Bildungswissenschaften zu betreiben. Dabei geht es darum, mit neuen pädagogischen Techniken zu experimentieren, ihre Wirkung aufzuzeigen und sie anschliessend in innovative pädagogische Praktiken für unseren Campus und dort, wo dies wünschbar ist, für das gesamte Bildungssystem umzuwandeln.»

Das LEARN-Zentrum bezweckt die Förderung der Forschung und die Bildung neuer Synergien in einem Bereich, der die ganze Gesellschaft betrifft. Es wird von Francesco Mondada, Professor am EPFL-Labor für Robotiksysteme und Erfinder des Roboters Thymio, geleitet. Das Zentrum umfasst Abteilungen wie den Swiss EdTech Collider mit rund 70 Start-ups des Bereichs Bildungstechnologien und das Zentrum für Bildung im digitalen Zeitalter (CEDE).

Die Akteure des LEARN-Zentrums sind auf allen Stufen des Bildungssystems ab der Pflichtschule tätig. «Das komputationelle Denken in die Bildung einzubauen bedeutet nicht, die Kinder dazu zu bringen, wie Computer zu denken. Ganz im Gegenteil: Wir müssen unseren Kindern alles beibringen, was die Computer nicht können, um zu garantieren, dass sie diese Technologie gut beherrschen», betont Francesco Mondada. Eines der LEARN-Ziele besteht darin, den Wandel im Unterricht zu begleiten.

«Wir wollen die Bildung nicht digitaler gestalten, denn das wird sie von ganz allein, sondern wir wollen die digitalen Technologien in den Dienst einer effizienteren, vielfältigeren und inklusiveren Bildung stellen», erklärt Prof. Pierre Dillenbourg, Mitbegründer des LEARN-Zentrums sowie Leiter des Swiss EdTech Collider und des EPFL-Labors für Bildungsergonomie CHILI. Dieses Labor entwickelte im Übrigen auch den Tegami-Test, mit dem die Ursachen von Dysgrafie ermittelt und die Kinder, die Mühe haben, schreiben zu lernen, besser unterstützt werden können. «Wir arbeiten auch in der Berufsbildung», sagt Pierre Dillenbourg, der früher Primarlehrer war. «Wir haben beispielsweise eine App mit Augmented Reality für angehende Zimmerleute entwickelt.»

Schliesslich will das LEARN-Zentrum auch die Entwicklung der Online-Bildung vorantreiben: mit den MOOCs, bei denen die EPFL europaweit führend ist, aber auch mit der EPFL Extension School, die Ausbildungen ohne Vorbedingungen im Digitalbereich für die breite Öffentlichkeit anbietet.

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