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Selbst die Forschung muss sich neu erfinden

Editorial lesen

2020 war das Jahr grösster Herausforderungen, die auch vor den Forscherinnen und Forschern der EPFL nicht Halt machten. Von heute auf morgen mussten am sagenumwobenen 15. März alle nach Hause geschickt werden. Es galt, teilweise seit Monaten laufende Experimente stehen und liegen zu lassen!

Dank improvisierter Umzüge, Anpassungen, Sonderregelungen und Vertagungen bemühten sich alle um Lösungen, ihre Arbeit unter den aussergewöhnlichen Gegebenheiten eines teilweisen Lockdowns fortzusetzen. Einige durften sogar vor ihren Kolleginnen und Kollegen wieder in ihre Labore, weil sie ihre Forschungen neu organisieren und dank ihrer Kompetenzen zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beitragen konnten.

Wir ziehen vor unseren Forscherinnen und Forschern den Hut! Sie haben eine aussergewöhnliche Resilienz an den Tag gelegt. Einige engagierten sich sogar in der eidgenössischen Task Force, um den Regierungsmitgliedern ihr Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Wir sind davon überzeugt, dass dies langfristig zu einer grösseren Berücksichtigung der Wissenschaft bei politischen Entscheidungen führen wird.

Am bemerkenswertesten ist jedoch, dass diese widrigen Umstände weder den Tatendrang noch die Qualität der Arbeit unserer Forscherinnen und Forscher mindern konnten. Die im Vergleich zu den Vorjahren fast unveränderte Anzahl Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ist der schlagende Beweis dafür!

Wir freuen uns sehr, Ihnen auf den nächsten Seiten eine kleine Auswahl dieser Meisterleistungen präsentieren zu können. Die für die EPFL typische Vielfalt der erforschten Bereiche ist unverändert gross. Zwangsweise neu hinzugekommen sind in diesem Jahr alle Arbeiten im engeren oder weiteren Zusammenhang mit der Bewältigung der aktuellen Gesundheitskrise.

Das frisch begonnene Jahr wird nicht weniger anspruchsvoll und aufregend sein. Pandemie, Klima, Biodiversität – die Erde muss ihre Zukunft von nun an auf deutlich weniger soliden Grundlagen aufbauen. Auf dass die Wissenschaft hier eine tragende Rolle spiele!

Ambrogio Fasoli, assoziierter Vizepräsident für Forschung
Anna Fontcuberta i Morral, assoziierte Vizepräsidentin für Zentren und Plattformen

 

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