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Unterstützung für Innovation

Editorial lesen

Obwohl es 2020 aufgrund der Pandemie sowie ihrer weitreichenden Folgen für die Wirtschaft wahrlich nicht an Herausforderungen mangelte, blieb das Vizepräsidium für Innovation auf Kurs und baute sein Angebot noch aus. Die EPFL-Labore und -Accelerators halfen in etwas mehr als 50 Jahren stolzen 400 Start-ups, das Licht der Welt zu erblicken – 25 davon allein im Jahr 2020. Als Ergänzung zu den für schon fortgeschrittene Start-ups gedachten Innogrants lancierte das VPI neu die für frisch im Aufbau befindlichen Start-ups entwickelten Ignition Grants und erweitere so sein Unterstützungsprogramm für Jungunternehmen. Weitere Start-up-Förderprogramme vervollständigen das Angebot in den Bereichen Design, Prototypisierung sowie Risiko- und Marktbewertung. Dazu zählen auch Praktika in Start-ups. Das Programm «EPFL Changemakers» bietet Studierenden neu die Möglichkeit, ihre Führungs- und Unternehmerkompetenzen zu stärken, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Der Beitrag, den die EPFL für die Wirtschaft zu leisten vermag, hängt auch davon ab, inwieweit sie in der Lage ist, Innovationen voranzutreiben und mit lokalen, nationalen und internationalen Akteuren der Industrie Beziehungen aufzubauen und zusammenzuarbeiten. Da der EPFL Innovation Park zu 100% ausgelastet ist, hat das VPI ein beschleunigtes Programm für die Aufnahme von Kooperationen mit strategischen Partnern und die Gewinnung neuer Industriepartner entwickelt. Dieses wird 2021 umgesetzt und gibt uns die Möglichkeit, das Innovationsökosystem zu testen und die Schaffung neuer Forschungspartnerschaften zu intensivieren.

Das Vizepräsidium für Innovation bemüht sich mit der Initiative Tech4Impact seit 2017 stark, als treibende Kraft für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu fungieren. Diese Initiative spannte 2020 mit dem Switzerland Innovation Park (SIP) zusammen, um die «Switzerland Innovation Tech4Impact Initiative» (SI Tech4Impact) auf die landesweite Ebene zu katapultieren. Die zur Förderung eines einfacheren Marktzugangs entwickelte Plattform wählte sechs mit je CHF 85’0000 finanzierte Projekte aus. Space4Impact zielt in die gleiche Richtung und soll Jungunternehmen aus dem Raumfahrtbereich helfen, mit Investoren aus anderen Gebieten Kontakte zu knüpfen, um den Transfer ihrer Technologie in die Gesellschaft auszubauen und zu beschleunigen.

Das VPI bemühte sich ferner um eine stärkere Zusammenarbeit mit und Unterstützung von KMU. Der Erfolg der dritten Ausgabe des KMU-Innovationsforums FORWARD hat gezeigt, dass die meisten von ihnen ihre digitalen Kompetenzen ausbauen und über Projekte enger mit der EPFL zusammenarbeiten möchten.

Schliesslich sollten wir auch die Teilnahme der EPFL an einem der Schlüsselereignisse des Jahres 2020 im Kanton Waadt nicht unerwähnt lassen: die Olympischen Jugendspiele (YOG). Rund 30 Labore, die seit vielen Jahren neuartige Technologien für den Sport entwickeln, haben mit technologischen Experimenten zum pädagogischen Rahmenprogramm der YOG beigetragen. 

Ursula Oesterle

Vizepräsidentin für Innovation

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Innovation | 9 artikel