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Entstehung des Trust Valley an der EPFL

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Das als Bündnis für Meisterhaftigkeit von zahlreichen öffentlichen, privaten und akademischen Partnern getragene TRUST VALLEY wurde am 8. Oktober 2020 ins Leben gerufen. Bund, Kantone, akademische Einrichtungen sowie lokale und internationale Industriekapitäne spannen zusammen, um dieses Kompetenzzentrum gemeinsam aufzubauen und die Entstehung innovativer Projekte zu fördern.

Am 19. Juni 2020 gaben die Kantone Waadt und Genf im Rahmen einer historischen Vereinbarung ihre Unterstützung für die Initiative eines «TRUST VALLEY» bekannt. Mit diesem Bündnis für die wirtschaftliche Entwicklung der Region können die Mittel der Partner im Bereich des digitalen Vertrauens gemeinsam genutzt und die Genferseeregion positioniert und weltweit bekannt gemacht werden. Auch die Industrie ist mit an Bord. Seit der Bekanntgabe des Startschusses ist diese Initiative zu einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit aktiver Unterstützung von Industrieschwergewichten wie ELCA, GCSP, Kudelski, SGS und SICPA, KMU, Grosskonzernen, Start-ups, Scale-ups sowie akademischen Institutionen des Genferseeraums (IHEID, HEIG-VD, HES-SO Genève, EPFL, UNIGE und UNIL) geworden. Ausserdem laufen zurzeit Gespräche über strategische Partnerschaften. EPFL-Präsident Martin Vetterli betonte bei der Lancierung des TRUST VALLEY auf dem Campus der Hochschule, es sei «Zeit für die Bevölkerung, wieder die Kontrolle über ihre Daten zu übernehmen». Dazu dienen Instrumente wie die, die bei den Partnern entwickelt werden.

«Mir ist bewusst, dass das, was Sie (das TRUST VALLEY) tun, von grundlegender Bedeutung für die Welt ist. Ich denke, dass es nicht viele Länder auf der Welt gibt, die sich so sehr für das Vertrauen einsetzen wie die Schweiz.»

Microsoft-Präsident Brad Smith

Strategische Bündnisse für konkrete Aktionen

Bündnisse werden insbesondere mit neuen Partnern wie dem «Cyber Peace Institute», PWC und Wisekey geschlossen.

  • 38 Unternehmen und Organisationen haben bereits ihr Interesse an einer Mitwirkung am «TRUST VALLEY» angemeldet.
  • Die dem Thema digitales Vertrauen im Genferseeraum gewidmete Liste, die u. a. auf der Website des Trust Valley präsentiert wird, umfasst bereits 14 Organisationen.
  • Der Initiative wurden über einen speziellen «Markplatz» mehr als zwölf Projekte unterbreitet.

Das Ökosystem entwickelt sich dank der Unterstützung und Mitwirkung von Start-ups wie Aequivalent, ProtonMail, Yes We Hack, Scale-ups (Sysmosoft), KMU wie eXperts Solutions, Exoscale, MSF Partners, AdNovum, Netguardians und Uditis sowie der Lausanner Verkehrsbetriebe.

In der Deutschschweiz wird die Initiative von der Sygnum Bank sowie grossen Unternehmen wie Fortinet und der NGO Cyber Peace Institute gefördert.

Auch eine internationale Unterstützung ist vorhanden: «Wir müssen zusammenarbeiten. Es ist immer wichtig, die besten lokalen Lösungen für lokale Probleme zu finden. Mir ist bewusst, dass das, was Sie (das TRUST VALLEY) tun, von grundlegender Bedeutung für die Welt ist. Ich denke, dass es nicht viele Länder auf der Welt gibt, die sich so sehr für das Vertrauen einsetzen wie die Schweiz. Kein anderer Teil der Schweiz ist so wichtig wie die Genferseeregion. Ich danke Ihnen für das, was Sie tun. Ich hoffe, dass wir von Microsoft weiterhin ein Teil davon sein und Sie unterstützen können, und ich möchte auch in Zukunft erfahren, was sie unternehmen», betont Microsoft-Präsident Brad Smith.

Schon drei Schlüsselprojekte begonnen

«TECH4TRUST»: Das Schweizer Beschleunigungsprogramm für innovative Start-ups, die sich für die Förderung des digitalen Vertrauens in Gesellschaft und Wirtschaft einsetzen, hat bereits die zweite Projektausschreibung durchgeführt. TECH4TRUST hat eine strategische Partnerschaft mit PWC geschlossen sowie einen Austausch mit europäischen Ländern wie Luxemburg und Belgien organisiert. «Der Kanton Waadt ist stolz auf die Unterstützung von TECH4TRUST, einem einzigartigen Schweizer Beschleunigungsprogramm für Start-ups, die innovative und für den aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch schneller ablaufenden digitalen Wandel unserer Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbare Lösungen entwickeln», sagt Raphaël Conz, Leiter des Bereichs Unternehmen in der Abteilung Wirtschafts- und Innovationsförderung (SPEI).

Food by Trust Valley: Mit dieser Initiative sollen Lösungen für digitales Vertrauen und Nachverfolgbarkeit im Bereich Agritech und Agrifood entwickelt werden, die den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDG) entsprechen. Ziel ist ein gesundes Leben und die Förderung des Wohlbefindens der Menschen auf allen Altersstufen. Die Partner sind SICPA, Nestlé und das Zentrum für digitales Vertrauen der EPFL (C4DT).

Health by Trust Valley: Mit dieser Initiative werden die Organisationen erfasst, die an Projekten für die Zeit nach COVID-19 arbeiten. Die Partner sind das Cyber Peace Institute, das über seine Initiative «Cyber4Health» die internationale Komplementarität beisteuert, Biopôle sowie die Kantone Genf und Waadt. Ziel ist die Unterstützung bei der Umsetzung von präzisen, schrittweisen Lockdown-Lockerungsstrategien, die Aufrechterhaltung, Beschleunigung und Ankurbelung der Wirtschaft sowie die Verbesserung der kurzfristigen Widerstandsfähigkeit angesichts der COVID-19-Gesundheitskrise.

Zusammenarbeits- und Koopetitionsprojekte

Nach der Lancierungsankündigung im Juni 2020 haben zahlreiche Organisationen ihr Interesse an diesem Ökosystem angemeldet. Als konkretes Beispiel nennt Lennig Pedron, Leiter der Initiative «TRUST VALLEY», ein Waadtländer Unternehmen, das Lösungen für physische Sicherheit und Datensicherheit entwickelt. «Ein lokales Unternehmen hat die Aufmerksamkeit eines grossen internationalen Konzerns geweckt, der ein sehr präzises Anliegen im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Labors hatte. Das lokale Unternehmen konnte diesen Bedarf leider nicht allein abdecken und hat sich deshalb an das «TRUST VALLEY» gewandt. Wir haben dann den Kontakt zur HEIG-VD hergestellt. Heute arbeiten unsere beiden Partner gemeinsam an diesem Projekt. Darin liegt auch das Interesse und die potenzielle Wirkung dieser Initiative.»

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